Die Abschiedssinfonie (Aus dem Leben von Joseph Haydn)
проект по немецкому языку (11 класс) на тему

Борщева Анна Владимировна

Дополнительный материал для раздела "Страноведение"  в 10-11 классах

Скачать:

ВложениеРазмер
Файл gaydn.docx36.79 КБ

Предварительный просмотр:

DIE ABSCHIEDSSINFONIE'

(Aus demLeben von Joseph Haydn[1])

'VieleJahre stand der weltberiihmte Komponist Joseph Haydn bei dem  ungarischen

Fiirsten Esterhazy im Dienst[2]. Er hatte fiir diesen Fiirsten ein prachtvolles Orchester geschaffen, und

 jeden Abend veranstaltete man irn Opernhaus des Magnaten Konzerte. Das RokokoschloB[3] des

 Fiirsten mit seinen prachtigen Parkanlagen ahnelte dein beriihmten Schloß in Versailles[4]. Es lag am

 Neusiedler See[5], in einer sumpfigen, ungesunden Gegend. Nicht wenige Kiinstler erkrankten

 deswegen an Malaria und einige starben sogar.

Die materielleLage der Musiker war sehrs chwer. Trotz- dem konnten  sie sich ihr Leben kaum

 vorstellen ohne die geliebte Kunst und ohne ihren Kapellmeister, der fur sie nicht nur Lehrer und

 Dirigent war, sondern auch Freund und Vater zugleich. Haydn schätzte die Musikanten des

 Orchesters sehr und sorgte nach Kraften für sie.

Es kam der Tag, an dem der launische Fiirst beschloB, sein bertühmtes Orchester aufzulosen, da es

 ihm zu teuer wurde. Aus diesem Anlaß1schuf Joseph Haydn eine Abschiedssinfonie

 

Es war Spätherbst. Der Tag für das Abschiedskonzert nahte. Einen ganzen Monat hatte

 man sich darauf vorbereitet.

Hohe Gäste waren eingeladen. Am Tag des Konzerts fuhren seit dem frühen Morgen

 die Wagen  vor.

Am Abend war das ganze Opernhaus hell erleuchtet  .  Die tausend Kerzen der  

Kronleuchter spiegelten  sich  in der  rosaroten  Marmorwänden .

Plaudern und scherzend betraten die  Gäste  den Konzertsaal.  Man sah Bekannte ,

man  fragte   nach  Freunden.

Es war   wie  immer.  Man  unterhielt   sich  über  das  Programm.  Alle  wußten ,  daß

  das  Orchester heute  zum  letzten  Mal  spielen  werde .  Dann  trat  Haydn   vor  sein

 Pult.  Er verneigte sich.

 Das Stimmen  der  Instrumente  verstummte.  Es  wurde  still  im  Saal.  Die Arme des

  Kapellmeisters  fuhren  empor,  und gaben das  Zeichen  zum  Einsatz.  

Die ersten Takte der Ouvertüre eklangen. Jeder Mann im Orchester spielte so

gut, daß     alle wie bezaubert dasaßen. Doch seltsam! Je lustiger die Musik war, desto ernster wurden

 die   Gesichter der Zuhorer. Man wußte nicht warum, aber man erwartete etwas Aufierordentliches.

Der erste Teil des Konzertes war zu Ende. Während der Pause reichte man Wein und Süßigkeiten.

Man sprach und lachte. Dann aber wurde es wieder still im Saal.

Der zweite Teil begann.

Wieder hob Joseph Haydn den Taktstock.

 Die Instrumente setzten ein. Doch diesmal gab es traurige Töne. Die Musik  schilderte den Spatherbst

 in Esteras[6]. Man hörte das Platschern der Springbrunnen. Man spűrte den Duft der Herbstblumen, der

Astern und Immortellen.

Dann erklang ein neues Thema, es war ein sonderbar trauriges Menuett. Plötzlich setzte die Musik

 aus. Nicht alle Lauscher konnten das plötzliche Stocken der Instrumente verstehen. Doch der

 Ballettmeister des Opernhauses verstand es sehr gut, es bedeutete den frűhen Tod der kleinen

 fünfzehnjährigen Ballerina Marguerite Delphin[7]! Er stellte sich das junge Mädchen beim Tanze vor,

wie sie vor den hohen Gästen auf der Floßbühne[8] auf dem See tanzte und alle bezauberte. Die Nacht

war kalt und feucht. Das arme Mädchen erkältete sich und starb bald darauf. Alle hatten die junge

bescheidene Tanzerin sehr lieb gehabt und waren űber ihren frühen Tod, fern von ihrer Heimat

Frankreich, sehr betrűbt. So herrschte eine Weile eine drückende Stille im Saal.

Dann setzte ein neues, ruhigesThema ein. Aber plötzlich teilten sich die Violinen. Jedes Instrument

 spielte nun fur sich[9]. Und was war das? So etwas hatte es bisher noch nicht gegeben.

Auf einmal setzte der zweite Hornist sein Instrument ab[10], packet es ein, blies seine Kerze aus, stand auf und ging hinaus.

 Keiner hielt ihn. Keiner seiner Mitspieler schien über das sonderbare Verhalten auch nur verwundert zu sein.

 Selbst Haydn nicht!

Und wahrend der Hornist fast noch die Türklinke in der Hand hielt[11], folgte ihm ein zweiter. Haydn dirigierte weiter.

 Die Männer spielten, aber sie spielten nicht mehr alle.

 Einer nach dem anderen standen sie auf, packten ihre Instrumente ein, bliesen ihre Kerzenaus und entfernten sich.

 Der Fürst war empört, aber er schwieg.

Irgendwo im Parkett began eine alte Frau zu schluchzen, sie hatte allmählich verstanden, was das alles bedeuten sollte.

 Die Musiker spielten noch.

 Die dritte und vierte Violine griffen noch einmal das Thema auf[12].

 Doch als die beiden Geiger damit fertig waren, bliesen auch sie ihre Kerzen aus und gingen hinaus.

 Der Cellist und der Bratschist schlossen sich ihnen an.

 Im Orchesterraum war es beinahe dunkel geworden.

 Nur vor dem Dirigenten und am Doppelpult des ersten und zweiten Geigers brannten noch die Lichter.

 Die beiden Geiger spielten noch ihren Part, bald schwiegen auch ihre Instrumente.

 Dann stand der zweite Geiger auf, hob die Geigeunter den Arm, blies seine Kerze aus und — ging.

 Jetzt hörte man das laute Schluchzen mehrerer Damen.

 Also auch sie hatten verstanden, was es bedeutete.

 Allen Zuhören im Saal wurde es allmählich klar, was mit dem allmählichen Fortgehen der Musiker gemeint war3.

 Abschiedssinfonie!

 Jeder der Kunstler sagte Lebewohl und ging, wenn er mit seinem Part zu Ende war!

Dann hörte man noch einmal einen Aufschrei der ersten Geige.

 Nun erhob sich Tomasini, der einstige Kammerdiener, der zum glanzenden Ersten Violinisten der fürstlichen Kapelle geworden war.

 Auch er blies seine Kerze aus, verließ sein Pult und ging als letzter.

Nein, nicht als letzter. Noch stand Haydn an seinem Platz.

 Er stand bleich, aufrecht, vielleicht ein wenig zu steif da, eben wie ein Mensch, der nicht zeigen wollte, daß ihn das Schicksal zu Boden geworfen hatte.

 Man schluchzte wie der laut auf.

 Dann wurde es im Saal ganz still, alle saßen wie gelähmt.

Plotzlich brach ein ungeheurer Beifall los[13].

 Die Herren im Saal sprangen auf.

 Sie klatschten.

 Die Damen rissen sich die Blumen von den Kleidern und warfen sie Haydn zu.

 Haydn wollte den Saal verlassen, aber der Applaus hielt ihn fest.

 Was sollte das bedeuten?

 War noch eine Hoffnung, das Orchester zu retten?

 Er verbeugte sich.

 Wieder wollte er gehen.

 Da каm der Hausherr auf ihn zu.

 Er streckte ihm beide Hande hin und sagte: „Mein lieber Kapellmeister, Sie

bleiben und ebenso Ihre Musiker.“

Der eitle Fürst hatte versprochen, das Orchester zu halten[14]. Was gilt aber schon ein leichtfertig gegebenes Fürstenwort.[15]

 Nach ein Paar Tagen wurde das Orchester aufgehoben und Haydn entlassen.



[6]

        


По теме: методические разработки, презентации и конспекты

Joseph Mallord William Turner

William Turner, a great romantic English landscape painter, was born in Devonshire in 1775. He lived with his uncle in Middlesex, where he began to attend school. His first drawings are dated 1787, wh...

Творческо-языковой проект: Мюзикл «Das Leben ist Wunderschön» - «Жизнь прекрасна».

Учебный предмет: Немецкий язык, как второй иностранный.Участники: ученики 5-6- классов, изучающие немецкий, как второй иностранный язык. (56 человек)Продолжительность: 40 минут....

Wasser ist Leben

Материал представляет собой презентацию и методическое руководство по теме "Oekologie", изучаемой в 10 классе....

Урок в 9-м классе по теме " Bücher in meinem Leben

Цель урока: знакомство с творчеством Братьев Гримм...

Joseph Turner PP presentation

Презентация к учебнику Биболетовой М.З. "Английский с удовольствием" 5-6 класс....

КОНСПЕКТ УРОКА Joseph Turner. Suffixes.

Урок  составлен на основе системно-деятельностного подхода. ...

Технологическая карта урока Joseph Rudyard Kipling (Джозеф Редьярд Киплинг)Enjoy English 6 класс

Технологическая карта урока Joseph Rudyard Kipling (Джозеф Редьярд Киплинг)Enjoy English 6 класс...