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Электронный вариант учебно-методического пособия “Schriftstellerlexikon”

Опубликовано Кафидова Ирина Александровна вкл 08.04.2014 - 12:14
Автор: 
Новичкова Александра

  

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Учебно-методическое пособие “Schriftstellerlexikon”
Содержание пособия:
Max von der Grьn Anneliese Probst Josef Reding Ursula Wцlfel Rudolf Otto Wiemer Hans - Georg Noack Erich Kдstner Manfred Eichhorn Georg Maurer Stephan Sulke Christina Nцstlinger Nina Achminow James Krьss Peter Hдrtling Paul Maar
Max von der Grьn
Max von der Grьn (25. Mai 1926 in Bayreuth - 7. April 2005 in Dortmund) war ein deutscher Schriftsteller. Max von der Grьn, aus dem frдnkischen Adelsgeschlecht von der Grьn, wurde am 25. Mai 1926 in Bayreuth geboren und wuchs in Mitterteich in der Oberpfalz auf. Er besuchte die Volksschule, die Mittelschule und die Handelsschule und absolvierte eine kaufmдnnische Lehre. Zu seinen wichtigen Bьchern, die oft auch verfilmt wurden, gehцren «Irrlicht und Feuer» (Roman, 1963), «Fahrtunterbrechung» (Erzдhlungen, 1965) «Zwei Briefe an Pospischiel» (Roman, 1968), «Stellenweise Glatteis» (Roman, 1973), «Flдchenbrand» (1979) und das Kinderbuch «Vorstadtkrokodile» (1976).
«Du traust dich ja doch nicht! Du Angsthase!», rief Olaf, ihr Anfьhrer. Und die Krokodiler riefen im Chor: «Traust dich nicht! Traust dich nicht!». Nur Maria, Olafs Schwester, dreizehn Jahre und damit ein Jahr junger als ihr Bruder, hatte nicht mitgeschrien, sie hatte so viel Angst um Hannes, dass sie wegsah. Die neun Krokodiler standen in einem Halbkreis am Ende der Leiter, die senkrecht zehn Meter hoch zum Dach fьhrte, und sahen gespannt zu, wie Hannes, den sie MilchstraSe nannten, weil er so viele Sommersprossen im Gesicht hatte, langsam die Leiter hochkletterte, um seine Mutprobe abzulegen. Das war Bedingung fьr die Aufnahme in die Krokodilbande. [...]Hannes hing дngstlich an der verrosteten Feuerleiter und wagte nicht nach unten zu sehen.«Komm runter, du schaffst es ja doch nicht, du Schlapp-Schwanz», rief Olaf wieder und die anderen Jungen lachten. Hannes tastete sich langsam und vorsichtig die wackelige Feuerleiter zum Dach hoch. Je hцher er kletterte, desto mehr schwankte die Leiter, denn ihre Verankerung war an mehreren Stellen aus der Wand gerissen. Einige Sprossen waren so verrostet, dass Gefahr bestand durchzubrechen, wenn sie belastet wurden. [...]Endlich war Hannes am Dach angekommen. Er sah zum ersten Mal nach unten. Ihm wurde schwarz vor Augen [...].Aber er hatte leider nur den ersten Teil der Mutprobe abgelegt, der zweite Teil bestand darin, dass er von der Leiter auf das Dach klettern und oben auf dem First beide Arme heben und «Krokodil» rufen musste, dann durfte er wieder herunterklettern. «Los! Weiter! Kletter doch auf das Dach», rief Olaf.«Nur keine Angst haben, Milchstraβe», rief Frank. Maria sagte leise zu ihrem Bruder: «Lass ihn runterkommen.Er wird abstьrzen». Aber Hannes kletterte schon von der Leiter ьber die Dachrinne auf das Dach [...]. Endlich war er am First angekommen. Hannes keuchte, er ruhte sich ein paar Minuten auf dem Bauch liegend aus, dann setzte er sich vorsichtig auf, hob beideArme und rief: «Krokodil! Krokodil! Ich hab es geschafft!».Die Krokodiler unten auf dem Hof riefen zurьck: «Du bist aufgenommen! Hurra! Milchstraβe, komm runter! Du bist aufgenommen!». Und Olaf rief noch: «Das hast du gut gemacht. Prima!».Aber seine Schwester, die neben ihm stand, sagte wieder leise: «Er wird bestimmt abstьrzen».
„Vorstadtkrokodile. Eine Geschichte vom Aufpassen “
„Vorstadtkrokodile. Eine Geschichte vom Aufpassen“
Im Schnuppertext lernst du vier Personen kennen:
Der ___________ einer Gruppe von Kindern heiβt_____________(A)_____________________ ist die Schwester von ______________(B)_______________________ wird von _________________________________________________ genannt (C)______________________ nennt______________________________________________________ (D)
„Vorstadtkrokodile. Eine Geschichte vom Aufpassen“
2. Wenn du das Ratsel lost, weiβt du, was Hannes tut?! Achtung:Schreibe in GROSSBUCHSTABEN! β = SS!
a)Bekannter Mдdchenname b)jede Schwester hat ihn c)Spitzname von Hannes d)so wird Hannes von Olaf genannt e)Hannes ruft diesen Tiernamen f)Name des Anfьhrers g)anderes Wort fьr «runterfallen» h)wichtig, wenn es brennt. Losungswort: Hannes legt eine _________________ ab.
Anneliese Probst
Am 23.3.1926 wurde sie in Dьsseldorf geboren. 1933 zogen ihre Eltern nach Halle/S. Dort besuchte sie die Schule, die sie 1944 mit dem Abiturzeugnis verlieЯ. Im gleichen Jahr heiratete sie ihren ersten Mann Dr. Matthias Probst. 1945, 1947 und 1957 wurden ihren drei Sцhne geboren.Sie hat keinen Beruf erlernt, begann etwa 1946 mit dem Schreiben. Es entstanden Kinder- und Jugendbьcher, spдter Erzдhlungen und Romane fьr Erwachsene. Von 1952 bis 1953 arbeitete sie als Dramaturgin beim Kinderfilmstudio der DEFA. In dieser Zeit schrieb sie das Szenarium zu ihrem Spielfilm ‚Der Teufel vom Mьhlenberg‘.Nach dem Tode ihres ersten Mannes heiratete sie den Pastor Christof Seidler. 1978 zogen sie von Halle nach Beesenstedt. Hier war ihr Mann bis Herbst 1994 als Pfarrer tдtig – und sie als die dazugehцrige Pfarrfrau. Im Februar 1997 zogen sie aus dem Pfarrhaus in eine nahegelegene Wohnung. Im Mдrz 1997 starb ihr Mann sehr plцtzlich. Ihr vorlдufig letztes Buch ‚Das lange Gesprдch‘ setzt sich intensiv mit den Fragen des Sterbens und des Todes auseinander.Insgesamt sind von ihr 50 Bьcher erschienen in einer Gesamtauflage von etwa 1,7 Mln. Exemplaren. Es gibt Ьbersetzungen ins Bulgarische, Chinesische, Norwegische, Russische, Tschechische und Amerikanische. Von besonderer Bedeutung fьr sie waren die Begegnung mit Ricarda Huch auf dem ersten gesamtdeutschen Schriftstellerkongress und die Bekanntschaft mit Heinrich Bцll. Dem Schriftstellerverband der DDR gehцrte sie von seiner Grьndung bis zu seiner Auflцsung an.
„Das lange Gesprдch “
Gepriesen seien die ganz alltдglichen, sich immer wiederholenden Tдtigkeiten! Aufstehen, die Katzen versorgen, eine Tasse Kaffee trinken, die Wohnung in Ordnung bringen, zur Kaufhalle fahren, den Blumen frisches Wasser geben ...Fьr Dich habe ich einige Zweige von den Sauerkirschen abgebrochen, nun blьhen sie hier auf Deinem Schreibtisch ьber Deinem Bild. Der stдndige heftige Wind hat unsere Hollywoodschaukel endgьltig entscharft. Schief und krumm lehnt sie jetzt am Drahtzaun, den Du so gut repariert hast. Wir haben beide in diesem Frьhjahr hier noch auf ihr gesessen! Wir haben uns fest an den Hдnden gehalten und ьber die Baume hinweg in den Himmel geschaut, dabei hast Du mir gesagt, welche Arbeiten Du noch vorhattest, was getan werden mьsste, damit wir es ringsum schцn hдtten. Denn schon wollen wir es doch haben, sagtest Du, so richtig schon auf unsere alten Tage!Wo magst Du jetzt sein? Stehst Du neben mir, hauchst Du mir einen Kuss aufs Haar und versetzt mir gleichzeitig einen leichten Rippenstoβ: Nicht schwach werden, Mдdchen, weitermachen!?Wozu? Ich habe im Grunde fьr Dich gelebt. Fьr Dich – fьr uns – und erst dadurch fьr andere. Jetzt also die Frage: Wozu?Und doch scheint die Sonne, und doch genieSe ich ihre Wдrme, und doch pflьcke ich auf dem Alten Friedhof den ersten StrauS Gдnseblьmchen, nun blьhen sie auch hier auf Deinem Schreibtisch. Wie ist das zu vereinen: die Leere, die Traurigkeit, die Trдnen – und zugleich Alltдgliches tun wie bisher?Tine wird mich bald besuchen. Ihr Mann ist an Alzheimer gestorben, in seinen letzten Lebensjahren war er fьr sie fast ihr Kind. Du warst bis zur letzten Minute ein Teil von mir, mein Mann, mein Kamerad – wenn Ihr Euch liebt, dann heiratet, hat Tine damals gesagt. Gott – falls es ihn gibt – hat Euch aufeinander zugeschoben. Also ...Falls es ihn gibt ...Sie kann nicht beten. Ich kann zur Zeit auch nicht beten. Aber im Augenblick kann ich lдcheln: Da sehe ich uns mit sechs Konfirmanden in Tines Garten, ich habe das Essen aufgetragen, Ihr habt Hunger – da rutscht langsam, sehr langsam, die Gartenbank mit vier frцhlichen Jungen in sich zusammen, und wir, nach dem ersten Schreck, lachen, dass uns die Bдuche wehtun.Gegessen wurde dann doch noch. Spдter hast Du den Jungen Gespenstergeschichten vorgelesen. Tine und ich saβen auf der Haustreppe, und Tine sagte: Das ist einer, den man liebhaben muss und dem man glaubt, was er lebtund predigt.
„Das lange Gesprдch“
1. Habt ihr das Wichtigste verstanden? Sucht bitte Antworten auf die folgenden Fragen im Text! - Wie ist das alltдgliche Leben der Hauptperson? - Woran denkt der Hauptperson? - Wer ist Tina? Erklдren ьber sie. 2. Wie war es im Text? Verbinden bitte die Sдtze.
Da sehe ich uns mit sechs Konfirmanden in Tines Garten
in seinen letzten Lebensjahren war er fьr sie fast ihr Kind.
Fьr Dich habe ich
und Tine sagte: Das ist einer, den man liebhaben muss und dem man glaubt, was er lebt und predigt.
Wir haben uns fest an den Hдnden gehalten und
einige Zweige von den Sauerkirschen abgebrochen.
Stehst Du neben mir
ьber die Baume hinweg in den Himmel geschaut.
Tine und ich saβen auf der Haustreppe
ich habe das Essen aufgetragen
Ihr Mann ist an Alzheimer gestorben
hauchst Du mir einen Kuss aufs Haar und versetzt mir gleichzeitig einen leichten Rippenstoβ
Josef Reding
Josef Reding (20. Mдrz 1929 in Castrop-Rauxel) ist ein deutscher Schriftsteller. Heute lebt er in Dortmund. Josef Reding ist der Sohn eines Filmvorfьhrers. Ab 1953 studierte er Germanistik, Psychologie, Publizistik, Kunstgeschichte und Anglistik an der Universitдt Mьnster. Reding war bis 1957 Student an der University of Illinois in Champaign, wo er den Grad eines Magisters erwarb. Wдhrend seines Amerikaaufenthalts lernte er die Rassenproblematik in den Sьdstaaten kennen, und er knьpfte Kontakte zur beginnenden Bьrgerrechtsbewegung um Martin Luther King. Josef Reding begann seine schriftstellerische Karriere mit dem Verfassen von Jugendbьchern. Seit seinem USA-Aufenthalt in den 1950er Jahren ist sein Werk, das zu einem wesentlichen Teil aus Kurzgeschichten besteht, formal stark von der klassischen amerikanischen Short Story beeinflusst. Reding setzt sich in vielen seiner Werke von einem christlichen Standpunkt aus mit sozialen Problemen auseinander. Neben belletristischen Prosaarbeiten verfasste er Hцrspiele, Gedichte und journalistische Beitrдge; von 1963 bis 1988 war er Mitarbeiter der Zeitung Welt der Arbeit.
„Meine Stadt „
Meine Stadt ist oft schmutzig; aber mein kleiner Bruder ist es auch, und ich mag ihn. Meine Stadt ist oft laut; aber meine groSe Schwester ist es auch, und ich mag sie. Meine Stadt ist dunkel wie die Stimme meines Vaters und hell wie die Augen meiner Mutter. Meine Stadt und ich: wir sind Freunde, die sich kennen; nicht flьchtig kennen wie die von fern her, die der Bьrgermeister manchmal ьber die
„Meine Stadt“
Hauptstraβe fьhrt. Er zeigt ihnen nicht die Schutthalden. Warum sollte er? Zu Hause fьhren wir auch unseren Besuch in das Wohnzimmer und lassen ihn mit unserem Mьlleimer in Ruhe. Aber manchmal, bevor ich zur Schule gehe, klopfe ich dem braven grauen Mьllkasten auf den Deckel, dass er frцhlich klappert, und am Schuttfeld werfe ich grьβend einen Stein auf die blitzende Konservendose dahinten, dass sie tanzt.
„Meine Stadt“
1) Lies dir den Text des Gedichtes genau durch. 2) Schreibe eine Einleitung zu einer Interpretation, in der du Titel, Autor,Textsorte und Thema nennst. 3) Stelle dar, wie der Autor die Stadt beschreibt. 4) Nenne drei Vergleiche, die der Autor im Gedicht benutzt, und erlдutere, was er damit bei den Lesern erreichen will. 5) Deine Freundin behauptet: „Die letzte Strophe des Gedichtes ist ьberflьssig“.Nimm zu dieser Aussage Stellung. Begrьnde deine Meinung und belege sie am Text.6) Trifft die Aussage „Meine Stadt und ich: wir sind Freunde …“ auch aufdich und deinen Wohnort zu? Nimm Stellung dazu.
Ursula Wцlfel
Ursula Wцlfel ist ( 16. September 1922 in Duisburg-Hamborn) geboren. Ursula Wцlfel ist eine der bestдndigsten und vielseitigsten Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands. Sie wurde 1922 im Ruhrgebiet geboren und studierte Germanistik in Heidelberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie als Schulhelferin und absolvierte anschlieЯend ein Pдdagogikstudium. Danach folgte eine Tдtigkeit als Sonderschullehrerin in Darmstadt. Seit 1961 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und lebt heute im Odenwald. Seit 1972 ist sie P.E.N.- Mitglied. Ursula Wцlfels erstes Kinderbuch kam im Jahr 1959 heraus, in den folgenden Jahren verцffentlichte sie zahlreiche weitere Titel, unter anderem Feuerschuh und Windsandale (1961) und Die grauen und die grьnen Felder, wahre Geschichten (1971). Ihre Themen - Kinderalltag, Dritte Welt und Zeitgeschehen - spielen bis heute, trotz des starken Interesses an phantastischen Geschichten, eine bedeutende Rolle. Fьr ihre Kinder- und Jugendbьcher erhielt sie nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis 1962 sowie den 1991 erstmals verliehenen Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises fьr ihr Gesamtwerk. Ihre Bьcher wurden in ьber fьnfzehn Sprachen ьbersetzt, unter anderem auch ins Spanische und Baskische.
„Die Zwillingshexen “
Es war in einer kleinen Stadt. In einem Haus an der HauptstraЯe wohnten zwei alte Frauen. Sie waren Zwillingsschwestern. Auf der StraЯe sah man sie nur mit groЯen Mдnnerschirmen, die brauchten sie als Stьtze beim Gehen. Ihre Rьcken waren schwach und krumm. Sie hieЯen Martha und Hermine, aber die Leute in der Stadt nannten sie nur: „Die Frдuleins", weil sie beide keinen Mann und keine Kinder hatten. Die Leute sagten auch: „Das sind zwei alte Klatschbasen." Denn die beiden alten Frauen hatten ein langweiliges Leben, darum wollten sie immer gern wissen, was andere Leute taten oder erlebten. Das kann man verstehen. Zum Einkaufen ging jede von ihnen in einen anderen Laden. Martha kaufte im Laden an der Ecke ein, und Hermine ging in den Laden am Postplatz. Wenn sie dann nach Hause kamen, hatte jede von ihnen etwas anderes zu erzдhlen. Sie wussten immer, welche Frau ein Kind erwartete, wer ein Haus bauen wollte, wer im Lotto gewonnen hatte und wer krank oder gestorben war. Nachmittags saЯen die Schwestern oft an einem Fenster zur StraЯe. Sie sahen, wer ein neues Auto oder einen neuen Mantel hatte, wer seine Gardinen zum Waschen abnahm und welches Mдdchen mit welchem Mann spazieren ging. Ьber all das unterhielten sie sich dann. Aber Klatschbasen waren sie nicht. Alle ihre Freunde und Verwandten in der Stadt waren schon tot. Am liebsten sahen Martha und Hermine den Kindern beim Spielen zu. Dann sagten sie: „Ja, ja, so haben wir auch mit dem Ball gespielt! Das konnten wir gut!" Oder sie sagten: „Diese Mдdchen da von gegenьber, die Katrin und die Renate, die sind wirklich nett. Schade, dass sie nicht Zwillinge sind wie wir."
„Die Zwillingshexen“
1. Was sind „Zwillingsschwestern"? Schwestern, die nicht denselben Vater haben Schwestern, die nicht dieselbe Mutter habenSchwestern, die am gleichen Tag geboren werden 2. Steckbrief Name: .....................................................................................................................Vornamen: ..............................................................................................................Familienstand: .......................................................................................................Alter: ......................................................................................................................Beruf: .....................................................................................................................Wohnort: ................................................................................................................Aussehen: ...............................................................................................................Freizeitbeschдftigung: ............................................................................................3. Das Richtige ankreuzen. a) Die Schwestern sind: kinderliebschwachjunggesundkontaktfreudigkontaktarmschьchterngesprдchig
„Die Zwillingshexen“
b) Ihr Leben ist: spannend interessant langweilig traurig eintцnig c) Die Leute finden die Schwestern: zu neugierig langweilig hilfsbereit 4) Was passt zusammen?
1.an einem Fenster
2.nach Hause
3.in einen Laden
4.in einem Haus
5.in einer Stadt
6.auf der StraЯe
7.in einem Laden
A.einkaufen
B.spielen
C.wohnen
D.kommen
E. gehen
F. sitzen
G. leben
1
2
3
4
5
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7
Rudolf Otto Wiemer
Rudolf Otto Wiemer (24. Mдrz 1905 – 5.Juni 1998) – deutscher Dichter, Erzдhler. Er stammt aus einer Lehrerfamilie. Seit 1924 arbeitete er selbst als Realschullehrer in Gцttingen, unterbrochen durch Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft 1939 – 1945. seit 1962 ist er freischaffender Schriftsteller. Wiemers Werk umfaβt Jugendbьcher, Gedichte, Romane, Erzдhlungen, Hцrspiele und Latienspiele. In spьrbar pдdagogischer Absicht werden Geschichten aus dem Leben kleiner Jungen und gesellschaftlicher Auβenseiter dargestellt: Der gute Rдuber Willibald (1966), Die Schlangzeile (1977), Bethlehem ist ьberall. Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit (1979), Mahnke. Die Geschichte eines Lьckenbьβers (1979) u.a. Wiemer experementiert gern mit lyrischen Texten: beispiele zur deutschen grammatik (1971), er schrieb Erzдhlunggedichte, z.B. bundes deutsch. Lyrik zur sache grammatik (1974).
„Als wir ... waren“
Als wir sechs waren, hatten wirMasern.Als wir vierzehn waren, hatten wirKrieg.Als wir zwanzig waren, hatten wirLiebeskummer.Als wir dreiβig waren, hatten wirKinder.Als wir dreiunddreiβig waren, hatten wirAdolf 1.Als wir vierzig waren, hatten wirFeindeinflьge 2.Als wir fьnfundvierzig waren, hatten wirSchutt.Als wir achtundvierzig waren, hatten wirKopfgeld 3.Als wir fьnfzig waren, hatten wirOberwasser.Als wir neunundfьnfzig waren, hatten wirWohlstand.Als wir sechzig waren, hatten wirGallensteine.Als wir siebzig waren, hatten wirgelebt.
„Als wir ... waren“
Erlдuterungen:1 Adolf – gemeint Adolf Hitler2 die Feindeinglьge – 1940 kamen erste Luftangriffe und Fliegeralarme in Deutschland3 das Kopfgeld – Wдhrungsreform (1948) in den westlichen Besatzungszonen und in Berlin (West), als jede Person 40 DM „Startgeld“ (Gegen Reichsmark) erhalten hat.Lesen Sie bitte ein Gedicht von R.O. Wiemer und versuchen Sie zu erklдren, warum der Dichter immer das Pronomen WIR gebraucht.Betrachten Sie bitte genau den Aufbau dieses Gedichtes. Welche Rolle spielt hier die Wiederholung?Die persцnlichen und die historischen Schicksalslinien kreuzen und ьberschneiden sich. Versuchen Sie trotzdem, die historischen Stationen im Leben des lyrischen Helden zu bestimmen.
Hans - Georg Noack
Hans-Georg Noack (12. Februar 1926 in Burg (bei Magdeburg) - 15. November 2005 in Wьrzburg) war ein deutscher Kinder- und Jugendbuchautor, Ьbersetzer und Verleger.Wie bei vielen anderen Autoren dieser Generation waren die Kriegs- und Kriegsgefangenenerlebnisse ausschlaggebend fьr die weitere Entwicklung von H.-G. Noack. Nach seiner Entlassung aus der belgischen Gefangenschaft arbeitete er als Industriearbeiter, spдter war er Dolmetscher bei der UNESCO. Seit 1960 ist er als freier Schriftsteller und Ьbersetzer tдtig.Hans-Georg Noack ist einer der Begrьnder der Jugendliteratur in der Bundesrepublik. Er betrachtet das problemotientierte Jugendbuch als ein Mittel von Erziehung und politischer Bildung. In seinen Jugendbьchern „Hautfarbe Nebensache“ (1960), „Trip“ (1971), „Benvenutto heisst willkommen“ (1973) behandelt er Rassismus, Auslдnderfeindlichkeit, Drogenabhдngigkeit als Miβstдnde und Fehlentwicklungen der bundesrepublikanischen Gesellschaft, zugleich mцchte er mit seinen Bьchern das demokratische Bewuβtsein der jungen Leser stдrken. Hans-Georg Noack bische erfolgreichstes Jugendbuch ist „Die Rolltreppe abwдrts“ (1970), die Geschichte eines straffдllig werdenden Jungen, die nach Ursachen und Motiven forschende Schilderung. Hans-Georg Noack starb im November 2005 im Alter von 79 Jahren in Wьrzburg.
„Ich weiβ nicht, warum ich plцtzlich Angst hatte“
Als wir nach dem Kaffetrinken zum „Walfisch“1 gingen, habe ich ihn gefragt: „Sag mal, Thomas, warum wolltest du eigentlich unbedingt Klassensprecher werden?“. Er schьttelte den Kopf: „ich wollte gar nicht. Was habe ich denn davon? Hцchstens Дrger mit den anderen, denen man j doch nichts recht machen kann.“ „Wieso hasr du dich doch aufstellen lassen?“. Er zцgerte ein wenig mit der Antwort: „Mutter sollte halt auch mal wieder eine Freunde haben“, sagte er dann. „Ihr bedeutet das wirklich etwas. Ich muβ an der Spitze liegen, weiβt du. Ich muβ die besten Manieren haben, ich muβ gelobt werden, ich muβ mцglichst in allen Fдchern eine Kanone sein2. Meine Sechs in Latein hat mir gar nichts ausgemacht, aber fьr Mutter war es fasr eine Katastrophe. Sie ist ehrgeizig wie die Mutter eines Eislaufstars. Und wenn ich ihr die Freude machen kann, ohne daβ es mich viel kostet, warum nicht?“Ich konnte nicht recht glauben, daβ er die Wahrheit sagte, und ich fragte ein wenig lauernd: „ Und du selbst bist kein biβchen stolz darauf, wie?“ Und plцtzlich verдnderte er sich. Er sprach unaufhцrlich und wurde immer bцser dabei. Er sah mich nicht an, wдhrend wir weitergingen, er sah vor sich auf die Straβe. "Stolz? Ich? Worauf denn? Daβ die Klasse mich gewдhlt hat, weil sie keinen anderen wuβte und weil die, die es kцnnten, nicht dumm genug sind, sich aufstellen zu lassen? Stolz, weil ich gewдhlt worden bin? Weil ich Spielfьhrer von der Hand­ballmannschaft bin? Weil ich ganz gut aussehe? Weil die Mдdchen mir nachlaufen? Weil ich weiβ, daβ man Fisch nicht mit dem Messer iβt? Weil ich ganz gut reden kann? Weil ich genau weiβ, daβ ich bloβ mein Lдcheln aufsetzen muβ, wenn ich will, daβ man mich ganz reizend findet? Eines kann ich dir sagen: Ich finde das alles zum Kotzen3! Schlichtweg zum Kotzen, verstehst du? Da spiele ich dauernd so eine Rolle. Thomas der Groβe. Ich spiele die Rolle, und die anderen haben sich alle daran gewцhnt, daβ ich sie spiele. Alle. Und alle erwarten etwas von mir. Ich soll alles kцnnen, alles wissen, alles mitmachen, immer nett sein. Und die merken gar nicht mehr, daβ sie mich mit Gewalt in einen stecken, der mir ein paar Nummern zu groβ ist. Was meine Mutter von mir erwartet und meine Schwestern, das kann ich doch alles gar nicht. Ich bin nicht so einmalig, wie die mich haben wollen. Ich kann nicht pausenlos vorbildlich sein, und ich will's auch gar nicht. Ich tue nur so, damit sie ihren Spaβ und ich meine Ruhe habe. Die machen mich doch allmдhlich kaputt mit allem, was sie von mir erwarten, einfach voraussetzen, als selbstverstдndlich ansehen. Ich will nicht dauernd Mutters ganzer Stolz sein, den man freundlichen Tantchen vorfьhren kann. Ich will auch mal einfach versagen dьrfen, verstehst du? Einmal nicht versetzt werden, gen au wie mein Vater nicht befцrdert wird, obwohl er wahrscheinlich eine ganze Menge kann.
„Ich weiβ nicht, warum ich plцtzlich Angst hatte“
Ich muβte ja einfach sitzenbleiben. Das war Solidaritдt, begreifst du das? Und ich kann nicht mehr dauernd daheim rumhocken und fein sein. Und meine Freunde will ich mir auch selbst aussuchen, ganz Wurscht4, woher sie kommen. Meinst du vielleicht, Mutter hдtte sich nicht sofort erkundigt, als du das erste Mal bei uns gewesen bist? Dein Vater ist Akademiker5, also bist du ihr willkommen. Wдre er Schlosser oder Maurer oder Hilfsarbeiter, dann hдtte sie mir erklдrt, daβ du kein Umgang fьr mich bist. Bilde dir nur ja nicht ein, du hдttest sie mit deinem Charme fьr dich eingenommen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie widerlich ich das alles finde! Darum gehe ich ja dauernd in den ,Walfisch’. Da kann ich einfach so sein, wie ich bin oder wie mir zumute ist. Da erwar­tet keiner von mir, daβ ich Nummer eins bin. Da sitze ich am Tisch, mit wem ich will, lasse mich einladen, wenn das Ta­schengeld alle ist, rauche, wann's mir paβt, knutsche mit Birgit, weil's mir Spaβ macht, weil ich sie hьbsch finde, weil sie auch ihren Spaβ daran hat. Und ich pfeife drauf, daβ sie sechzehn ist und immer noch in die letzte Volksschulklasse6 geht. Und ich gehe ins Kino und sehe mir 'nen Film an, weil ich weiβ, daβ meine Mutter entsetzt wдre, wenn sie's wьβte. Aber mir ist eben manchmal danach, verstehst du? Und warum auch nicht? Ich bin sechzehn, nicht sechs." Dann waren wir am "Walfisch" angelangt, und mit einem mal war Thomas wieder ganz ruhig, ganz sicher. Von einer Sekunde zur anderen hatte er seinen Ausbruch beendet und vergessen. Ich war erst betroffen von diesem jдhen Wechsel, aber dann bewunderte ich, wie sehr er sich beherrschen konnte. [ ... ] Thomas war besonders aufgekratzt. Ich glaube, was er mir gerade eben noch gesagt hatte, war ihm jetzt peinlich, und er wollte es dadurch wegwischen, daβ er besonders lustig und laut war. Und besonders verliebt in Birgit. So sah es jedenfalls aus. Seine Frцhlichkeit wirkte trotzig.Seine Frцhlichkeit war auch laut. Deshalb kamen heute immer wieder andere Jungen und Mдdchen an unseren Tisch, sprachen ein Weilchen mit uns, gingen weiter, lachten ьber Thomas’ Witze, spendieren etwas zu trinken, boten Zigaretten an. An diesem Nachmittag waren wir so etwas wie eine Lдrminsel in der Diskothek. [ ... ]
„Ich weiβ nicht, warum ich plцtzlich Angst hatte“
Erlдuterung:1 – “Walfisch” – hier.: Jugendkneipe2 – die Kanone (umg.) – Kцnner auf einem Gebiet3 – zum Kotzen (emotional) – дuβerst abstoβend, unertrдglich4 – Wurscht (umg.) - gleichgьltig5 – der Akademiker – einer, der eine Universitдts- oder Hochschulausbildung hat6 – die letzte Volksschulklasse – die 8. Klasse1) Lesen Sie bitte einen Auszug aus einer Geschichte von Hans-Georg Noack, in dem Michael ьber seinen Klassenkameraden Thomas erzдhlt.Warum wollte Thomas nicht Klassensprecher werden?2) Thomas ist ein Heuchler. Er tut das eine und denkt dabei andere. Untersuchen Sie bitte siene Verhaltensweisen und seine Lebensphilosophie und bringen Sie Textbelege fьr diese Vermutung.1. Er stellt sich als Klassensprecher auf, obwohl ...2. Er ist Nummer eins im Studium, ...3. Er hat gute Manieren, ...4. ...
„Ich weiβ nicht, warum ich plцtzlich Angst hatte“
3) Ordnen Sie bitte den Satzanfдngen die passenden Satzenden zu.
1. Thomas wollte Klassensprecher werden, ...
a. weil sein Vater Akademiker ist.
2. Michael ist willkommen in der Familie von Thomas, ...
b. weil die anderen nicht dumm genug sind, sich aufstellen zu lassen.
3. Die Klasse hat Thomas gewдhlt, ...
c. weil es ihm Spaβ macht.
4. Thomas geht dauernd in den „Walfisch“, ...
d. weil seine Mutter mal wieder eine Freude haben sollte.
5. Thomas knutscht mit Birgit, ...
e. weil er dort einfach so sein kann, wie er ist.
6. Er sieht sich einen Film an, ...
f. weil er weiβ, daβ seine Mutter entsetzt wдre, wenn sie es wьβte.
Erich Kдstner
Erich Kдstner ( 23. Februar 1899 in Dresden - 29. Juli 1974 in Mьnchen) war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Verfasser von Texten fьr das Kabarett, der breiten Kreisen der deutschen Bevцlkerung vor allem wegen seiner humorvollen, scharfsinnigen Kinderbьcher und seiner humoristischen bis zeitkritischen Gedichte bekannt ist.Kдstner stammte aus kleinbьrgerlicher Familie und sollte Volks­schullehrer werden. Der Erste Weltkrieg unterbrach seine Ausbil­dung, nach dem Krieg studierte er in Leipzig, Rostock und Berlin Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte und wurde Ende der 20er Jahre als Journalist, Theaterkritiker und Lyriker („Herz auf Tailie“ (1928), „Lдrm im Spiegel“ (1928), „Ein Mann gibt Auskunft“ (1930) u.a.) schnell bekannt und geliebt. Seine frьhen Gedichtbдnde greifen mit satirischer Schдrfe Militarismus, Snobismus und Modeerscheinungen an. Eine didaktische Ader mit einer Ausrichtung zur Jugend durch­zieht das Werk Kдstners. Sein Buch „Emil und die Detektive“ (1928) erreichte weite Kreise als ein Kinderbuch neuen Stils. Kдstners Bьcher aus der Zeit des Dritten Reiches zeigen ihn eher humorvoll. Seine Jugendbьcher greifen zwar Probleme aus der Welt der Kinder, um sie letzlich doch zu entschдrfen. Sie zeich­nen sich durch ihren humoristisch-gemьthaften "Kдstner-Ton", Mitmenschlichkeit und entwaffnende Stellungnahme fьr die klei­nen Helden aus. Weitere Werke von E. Kдstner sind: Romane „Fabian“ (1931), „Drei Mдnner im Schnee“ (1934) u.a.; Kinderbьcher „Pьnktchen und Anton“ (1931), „Das fliegende Klassenzimmer“ (1933), „Emil und die drei Zwillinge“ (1935), „Das doppelte Lottchen“ (1949) u.a.
„Ansprache zum Schulbeginn"
Liebe Kinder, da sitzt ihr nun, alphabetisch oder nach der Grцβe sortiert, zum erstenmal auf diesen harten Bдnken, und hoffentlich liegt es nur an der Jahreszeit, wenn ihr mich an braune und blonde, zum Dцrren aufgefдdelte Steinpilze1 erinnert. Statt an Glьckspilze, wie sich's eigentlich gehцrte. Manche von euch rutschen unruhig hin und her, als sдβen sie auf Herdplatten2. Andere hocken wie angeleimt auf ihren Plдtzen. Einige kichern blцde, und der Rotkopf in der drit­ten Reihe starrt [ ... ] auf die schwarze Wandtafel, als sдhe er eine sehr dьstere Zukunft3. Euch ist bдnglich zumute, und man kann nicht sagen, daβ euer Instinkt trцge. Eure Stunde X hat geschlagen. [ ... ] Hat es den geringsten Sinn, euch auf einem solchen Wege Ratschlдge mitzugeben? Laβt es ihn immerhin versuchen, und haltet ihm zugute, daβ er nie vergessen hat, noch je vergessen wird, wie eigen ihm zumute war, als er selber zum erstenmal in der Schule saβ. [ ... ] Und wie es ihm damals das Herz abdrьckte. Damit wдren wir schon beim wichtigsten Rat angelangt, den ihr euch einprдgen und einhдmmern solltet wie den Spruch einer uralten Gedenktafel: Laβt euch die Kindheit nicht austreiben! Schaut, die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Ihr Leben kommt ihnen wie eine Dauerwurst vor, die sie allmдhlich aufessen, und was gegessen worden ist, existiert nicht mehr. [ ... ] Haltet das Katheder weder fьr einen Thron noch fьr eine Kanzel! Der Lehrer ist kein Schulwebel und kein lieber Gott. Er weiβ nicht alles, und er kann nicht alles wissen. Wenn er trotzdem allwissend tut, so seht ihm das nach, aber glaubt es ihm nicht! Gibt er hingegen zu, daβ er nicht alles weiβ, dann liebt ihn! [ ... ] Nehmt auf diejenigen Rьcksicht, die auf euch Rьcksicht nehmen! Das klingt selbstverstдndlicher, als es ist. Und zuweilen ist es furchtbar schwer.
"Ansprache zum Schulbeginn"
In meine Klasse ging ein Junge, dessen Vater ein Fischgeschдft hatte. Der arme Kerl, Breuer hieβ er, stank so sehr nach Fisch, daβ uns anderen schon ьbel wurde, wenn er um die Ecke bog. Der Fischgeruch hing in seinen Haaren und Kleidern, da half kein Waschen und Bьrsten. Alles rьckte von ihm weg. Es war nicht seine Schuld. Aber er saβ, gehдnselt und gemieden4, ganz fьr sich allein, als habe er die Beulenpest. Er schдmte sich in Grund und Boden5, doch auch das half nichts. Noch heute, fьnfundvierzig Jahre danach, wird mir f1au6, wenn ich den Namen Breuer hцre. So schwer ist es manchmal, Rьcksicht zu nehmen. eure Eltern! Und, liebe Eltern, wenn Sie etwas nicht verstanden haben sollten, fragen Sie Ihre Kinder!Und es gelingt nicht immer. Doch man muβ es stets von neuem versuchen. Seid nicht zu fleiβig! Bei diesem Ratschlag mьssen die Faulen weghцren. Er gilt nur fьr die Fleiβigen, aber fьr sie ist es sehr wichtig. Das Leben besteht licht nur aus Schularbeiten. Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen bьffeln7. Ich spreche aus Erfahrung. Ich war als kleiner Junge auf dem besten Wege, ein Ochse zu werden. Daβ ich's trotz aller Bemьhung nicht geworden bin, wundert mich heute noch. Der Kopf ist nicht der einzige Kцrperteil. Wer das Gegenteil behauptet, lьgt. Und wer die Lьge glaubt, wird, nachdem er alle Prьfungen mit Hoch­glanz bestanden hat, nicht mehr schцn aussehen. Man muβ nдmlich springen, turnen, tanzen und singen kцnnen ... Lacht die Dummen nicht aus! Sie sind nicht aus freien Stьcken dumm und nicht zu eurem Vergnьgen8. Und prьgelt keinen, der kleiner und schwдcher ist als ihr! Wem das ohne nдhere Erklдrung nicht einleuchtet, mit dem mцchte ich nichts zu tun haben. Nur ein wenig warnen will ich ihn. Niemand ist so gescheit oder so stark, daβ es nicht noch Gescheitere und Stдrkere als ihn gдbe. [ ... ] Auch er ist, vergleichsweise, schwach und ein rechter Dummkopf. Da sitzt ihr nun, alphabetisch oder nach der Grцβe geordnet, und wollt nach Hause gehen. Geht heim, liebe Kinder! Wenn ihr etwas nicht verstanden haben solltet, fragt
„Ansprache zum Schulbeginn"
Erlдuterung:1 – zum Dцrren aufgefдdelte Steinpilze – нанизанные на ниточку для высушивания белые грибы2 – als sдβen sie auf Herdplatten – как будто они сидят на раскаленной плите3 – als sдβe er eine sehr dьstere Zukunft – как будто он видит очень мрачное будущее4 – gehдnselt und gemieden – задразненный и избегаемый всеми5 – schдmte sich in Grund und Boden – был готов со стыда сквозь землю провалиться6 – wird mir flau – мне становится не по себе7 – nur die Ochsen bьffeln (разг.) – только дураки пашут8 – nicht aus freien Stьcken dumm und nicht zu eurem Vergnьgen – они не по собственной воле глупы и не для вашего удовольствия 1) Lesen Sie die vorliegende "Ansprache zum Schulbeginn", wo E. Kдstner sich an die Schьler und die Eltern wendet.2) Welche Ratschlдge gibt der Schriftsteller den Schьlern? Warum? Ьbertragen Sie die Tabelle auf ein Blatt Papier und ergдnzen Sie sie.
Ratschlag
Begrьndung
„Ansprache zum Schulbeginn"
3) a) Denken Sie nach: Wodurch wirkt der Text humorvoll und dennoch ernst? In der Tabelle sind einige Vergleiche aus dem Text angefьhrt. Was meinen Sie: Wie und wozu gebraucht E. Kдstner diese Vergleiche?
zum Dцrren aufgefдdelte Steinpilze ↔ Glьckspilze
auf Herdplatten sitzen ↔ wie angeleimt hocken
b) Nennen Sie andere Vergleiche im Text und analysieren Sie diese.
Manfred Eichhorn
Manfred Eichhorn (1951 in Ulm) ist ein deutscher Autor, Lyriker und schwдbischer Mundart-Dichter. Bereits mit 16 Jahren schrieb er seinen ersten, allerdings unverцffentlichten Roman. Er ist gelernter Buchhдndler und erцffnete am 3. April 1973 in Ulm eine Buchhandlung. 1986 erhielt er den Erzдhlerpreis des Bertelsmann Buchclubs. Manfred Eichhorn hat viele Gedichte fьr Kinder und Jugendliche geschrieben. Lange Jahre hat er mit Irmela Brender gearbeitet und zusammen mit ihr das Buch „Leseladen: Orte innen und auβen“ (1977) herausgegeben.
„Zukunft“
Morgen werde ich vierzehn, und dannwerde ich einganzes Jahr lang sagen: Bald werdeich fьnfzehn.Ich trage die Zeit immer mit mir herum.In der Zukunft fьhle ich mich zuhause.Die Zukunft ist schцn.Wenn ich eine schlechte Notegeschrieben habe, sage ich:Nдchstes Jahr wird das anders sein.Wenn Vater mir verbietet, auf eineParty zu gehen, verbьndeich mich mit der Zukunft gegen meinen Vater.Die Zukunft, das ist meine ganze Hoffnung.Da kann und wird nichts schiefgehen.Von Jahr zu Jahr komme ich ihr nдherund weiβ noch nicht,wann das ein Ende haben wird.
Lesen Sie das Gedicht.Wer ist Erzдhler im Gedicht? Was kцnnen Sie von ihm anhand des Gedichts sagen?Stellen Sie fest: Welche Hoffungen verbindet der Erzдhler mit der Zukunft? Versuchen Sie bitte Gedanken zum Thema „Zukunft. Hoffnung“ in dichterischer Form ausdrьcken.
„Zukunft“
Georg Maurer
Georg Maurer ( 11. Mдrz 1907 in Reghin (Sдchsisch Regen) (Siebenbьrgen) - 4. August 1971 in Potsdam) war ein deutscher Lyriker, Essayist und Ьbersetzer. Maurer, am 11. Mдrz 1907 als Sohn eines Lehrers in Siebenbьrgen geboren, kam 1926 nach Deutschland. Er studierte bis 1932 in Leipzig und Berlin Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie. Er war Soldat im Zweiten Weltkrieg. Seit 1955 war er Dozent, spдter Professor am Institut fьr Literatur „Johannes R. Becher“, wo er maЯgeblichen Einfluss auf die Autoren der Sдchsischen Dichterschule hatte. Seine frьheren Gedichte “Ewige Stimmen” (1936), „Gesдnge der Zeit“ (1948), Hymnen und Sonette spiegeln noch deutlich die Bindung an eine christlich – mataphysische Gedankenwelt wider. Zu mauerers besten Leistungen gehцrt das Buch „Poetische Reise“ (1959). Auch als Ьbersetzer aus dem Rumдnischen hat sich Mauerer Verdienste erworben, „Die Armen halten Gericht“ (1954) u.a. Weitere Werke von Mauerer sind: „Rumдnien erzдhlt“ (1955), „Lob der Venus“ (1958), „Der Dichter und seine Zeit“ (1956), „Drei-Strophen-Kalender“ (1961).
„Arbeit“
Arbeit ist die grцβte Selbstbegegnung des Menschen.Wьβte er sonst, wer er ist?Sammelt er das Wasser am Staudamm,so sammelt er sich.Lдβt er sich gehen,so ist er nur Wasser, das verinnt.Macht er das Feuer an im gemauerten Ofen,so ist er es, der wдrmt.Wьtet er, ist er nur Feuer,das Stдdte und Lдnder friβt.Geht er nicht die Bahnen der Sterne,bleibt er das grasende Vieh.Fьhlt er nicht die Sehnsucht der Menschenheit,ist er der Stein, der erschlдgt.
„Arbeit“
1. Lesen Sie das Gedicht laut vor. Welchen Eindruck macht das Gedicht auf Sie?2. Was denkt der Dichter ьber den Menschen und die Arbeit?3. Sagen Sie, was der Autor mit den folgenden Worten meint.Wьtet er, ist er nur Feuer,das Stдdte und Lдnder friβt.4. Welche Bedeutung hat hier der untenstehende Satz?Geht er nicht die Bahnen der Sterne,bleibt er das grasende Vieh.
Stephan Sulke
Stephan Sulke ( 27. Dezember 1943 in Shanghai/China) ist ein Schweizer Sдnger deutscher Herkunft, Komponist, Texter, Keyboarder und Gitarrist. In seinem Schaffen beschдftigt er sich mit sozialen Fragen, mit den Problemen der Kinder und Jugendlichen. Sulke, Sohn Berliner Eltern, wurde in China geboren, weil seine Eltern vor den Nationalsozialisten geflьchtet waren. 1949 wollte die Familie nach Deutschland zurьck, doch starb der Vater und seine Mutter heiratete in der Schweiz, so dass Stephan hauptsдchlich dort aufwuchs. Gelegentlich kam er zu den GroЯeltern nach Berlin und auch in die USA. 2002 trat Sulke auch als Maler und Bildhauer in Erscheinung. In Frankfurt am Main war seine Ausstellung Bilder und Skulpturen von Stephan Sulke zu sehen. 2005 hat Stephan Sulke zusammen mit Christian Berg das Kindermusical Heidi geschrieben.
„Tommy“
Und Tommy, der ist noch ein Kind,Wie Kinder eben nun mal sind,Und trдumt von Rittern und von Feen,Und sagt, er habe sie gesehen.Und will ein Fuβballstar mal sein,Ein Tiefseetaucher, ein PilotUnd ьbers Meer will er alleinIn einem kleinen Segelboot.Und Tommy, der ist noch ein Kind,Wie Kinder eben nun mal sind,Was der fьr Fragen stellen kann!Warum? Wohin? Woher? Wie? Wann?Sag mal, warum sind Blumen bunt?Wo geht der Tag des Nachts denn hin?Warum ist denn die Sonne rund?Sag mal, hat alles einen Sinn?
„Tommy“
Und Tommy, der ist noch ein Kind,Doch nicht wie andere Kinder sind,Er spiel mit seiner Phantasie.Aif Beinen stehen wird Tommy nie.Wenn Mama ihn nach Hause rollt,Dann kann er doch noch nicht verstehen,Und schaut sie lange an und schmollt:Mama, warum kann ich nicht gehen?Die Wolken ziehen schwer und breit,Ich hцr’ viel von Gerechtigkeit,Von Gut und Bцse und Moral.Den Wolken ist das wohl egal,Warum, warum ist alles so?Warum nicht anders? Warum so?Und mein Gehirn kann nicht verstehen,Was meine Augen tдglich sehen.
„Tommy“
Lesen Sie den Text des Liedes durch und denken Sie darьber nach, wie der Autor selbst zu diesem Problem steht. Versuchen Sie festzustellen: Welche Eigenschaften sind fьr Tommy charakteristisch? Ist Ihnen dieses Kind sympathisch? Warum? Was kцnnen Sie ьber die Position des Autors zu Tommy, zum Problem der Behinderten sagen? Gebrauchen Sie als Unterstьtzung folgende tabelle. Ьbertragen Sie diese auf ein Blatt Papier und ergдnzen sie.
Der Autor des Gedichtes...
findet,
daβ Tommy...
fragt sich,
ob alles ... / warum alles ...
weiβ,
daβ ...
versteht nicht,
was ... / warum ...
ist traurig darьber,
daβ ...
Christina Nцstlinger
Christina Nцstlinger - (geb. 1936), die bekannteste und erfolgreichste цsterreichische und ьberhaupt deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre Bьcher wurden in zahlreiche Sprachen ьbersetzt, verfilmt und mit vielen Auszeichnungen bedacht. 1984 erhielt sie die angesehene Hans- ­Christian-Andersen-Medaille fьr ihr Gesamtwerk. Ihr Werk ist durch Phantasie, Witz und eine unverwechselbare Sprache gekennzeichnet. Ihre Bьcher sprechen sowohl Kinder, als auch Erwachsene an. Christine Nцstlinger kдmpft schreibend fьr die Jugend, macht ihnen Mut und gibt ihnen Hoffnung. Ihr er­stes Buch Die feuerrote Friederike erschien 1970. Ihm folgten die weiteren Meisterwerke des phantastischen Genres: “Wir pfeifen auf den Gurkenkцnig“(1972), „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbьchse“ (1975), „TV-Karl“ (1991) u.a. Auch in anderen Jugendbьchern behandelt sie kritisch Fami­lienprobleme und entwirft liebevoll Gegenbilder zu den Zwдngen kindlicher Lebenswirklichkeit: „Die unteren sieben Achtel des Eisbergs“ (1978), „Pfui Spinne“ (1980). Daneben schildert sie die Familie humorvoll, wie in der Trilogie: „Gretchen“ (1981), „Gretchen hat Hдnschen-Kummer“ (1983), „Gretchen, mein Mдdchen“ (1988). Viele ihrer Bьcher lassen Wiener Lokalkolorit spьren, Z.B. „Am Montag ist alles ganz anders“ (1984). Die besten Werke von Christine Nцstlinger fьr die Jugendlichen sind: „Ilse Janda, 14 „(1973), „Konrad oder Das Kind aus der Kon­servenbьchse“(1975), „Stundenplan“ (1975), „Olfi Obermeier und der Цdipus“ (1984), „Man nennt mich Ameisenbдr“ (1986) u.a.
„Die Amrei, ein Theaterbesuch und wieder Ohrfeigen“ (Auszug „Die Ilse ist weg“)
Vor zwei Monaten, ungefдhr, erzдhlte mir die Ilse, daβ sie sich jetzt wieder mit der Amrei trifft. Die sei doch viel netter, als alle blцden Kьhel in ihrer Klasse! Die Amrei war frьher einmal die Freundin von der Ilse gewesen. Als die Ilse noch in der Volksschule war. Jetzt geht sie in eine Klosterschule2. Die Ilse erzдhlte mir, daβ sie die Amrei auf der Straβe getroffen habe. Sie seien in ein Cafe gegangen und hдtten ein Vanille-Eis gegessen. Und da habe die Ilse bemerkt, daβ sie die Amrei noch immer so gut wie frьher leiden kann. Dauernd hat mir die Ilse von der Amrei erzдhlt. Wie sie mit ihr im Kino war! Und im Espresso3! Und spazieren! Und im Schwimmbad! Und dann, das ist jetzt drei Wochen her, war der groβe Krach bei uns zu Hause. Es war an einem Samstag, die Ilse sagte, sie geht mit der Schule ins Theater. Und um zehn wird sie zurьck sein. Die Mama bot ihr an, sie mit dem Auto vom Theater abzuholen. Die Ilse meinte, das sei nicht nцtig. Der Vater von der Evi nimmt sie mit und bringt sie nach Hause. Die Ilse kam nicht um zehn, es wurde halb elf und dann elf, und die Ilse war noch immer nicht zu Hause. Die Mama rief bei den Eltern von der Evi an. Die Mutter von der Evi sagte, sie wisse nichts von einem Theaterbesuch, und die Evi liege lдngst im Bett und schlafe. Die Mama und der Kurt setzten sich ins Wohnzimmer. Sie sprachen kaum miteinander. Bloβ alle zehn Minuten teilten sie sich gegenseitig die Uhrzeit mit. Ich lag in meinem Bett. Ich versuchte wach zu bleiben, doch dann schlief ich ein. Als ich wieder munter wurde, hцrte ich aus dem Wohnzimmer die Stimme von der Ilse. Es war Viertel nach eins. Die Ilse erzдhlte, wie schцn es im Theater gewesen sei und daβ der Vater von der Evi alle Mдdchen nach dem Theater in ein feines Restaurant eingeladen habe. "Sehr lieb von ihm", sagte die Mama. Und die Ilse erzдhlte, was sie gegessen hatte und was die Evi und die Herta und die anderen gegessen hatten."Aha" und "Soso" , sagte die Mama. Ich war ziemlich verschlafen, aber trotzdem merkte ich, daβ es immer schlimmer werden wьrde, wenn die Ilse so weiterlog. Ich gab mir einen Ruck und tapste ins Wohnzimmer.
„Die Amrei, ein Theaterbesuch und wieder Ohrfeigen“ (Auszug „Die Ilse ist weg“)
"Erika, geh sofort ins Bett", rief die Mama. Die Ilse sagte gerade: "Und dann waren leider keine Taxis zu finden!" "Ein Jammer4", sagte die Mama hцhnisch. Die Ilse merkte den Hohn nicht. Ich fand die Mama gemein. Ich rief: "Ilse, die Mama hat mit den Eltern der Evi telefo­niert!" Die Mama schaute mich bцse an und rief: "Verschwin­de, aber sofort!" Sie war wьtend auf mich, weil ich ihr die Show5 gestohlen hatte. Ich bin aus dem Wohnzimmer gegangen. Doch hinter der Tьr bin ich stehen geblieben. Ich wollte ja wissen, was weiter geschieht. Die Ilse lieβ sich nichts anmerken. Sie tat erstaunt. "Wieso? Der Vater von der Elfi hat uns abgeholt! Elfi, nicht Evil" Da sprang der Kurt auf und schrie, daβ sie ihn nicht fьr dumm verkaufen soll! Die Ilse rдusperte sich und sagte: "Kurt, das geht dich ьberhaupt nichts an. Dir bin ich keine Rechenschaft schuldig. Nur weil du meine Mutter geheiratet hast, brauchst du vor mir nicht den starken Mann zu spielen!" Dann klatschte es. Die Mama hatte der Ilse heruntergehauen6.Und dann kam der Kurt aus dem Wohnzimmer gelaufen und rannte mich fast um. "Kurt", rief die Mama. "Komm zurьck! Sie muβ sich bei dir entschuldigen!" Aber der Kurt kam nicht zurьck. Er ging ins Schlafzimmer und knallte die Tьr hinter sich zu. Ich hцrte noch, wie die Mama von der Ilse eine Entschuldigung verlangte und ihr alle mцglichen und unmцglichen Strafen androhte, aber die Ilse entschuldigte sich nicht. Sie kam in die Diele und sagte zu mir: "Lieber beiβe ich mir die Zunge ab!" Sie weinte, als sie das sagte, und ballte die Hдnde zu Fдusten. Nachher waren die Abdrьcke von den Fingernдgeln auf den Handballen zu sehen. In unserem Zimmer dann, wдhrend sich die Ilse auszog, mur­melte sie ununterbrochen: "Ich halte es nicht mehr aus, ich halte es nicht mehr aus." "Wo warst du denn wirklich?" fragte ich. Ich fragte noch dreimal, bevor die Ilse endlich antwortete: "Ich war mit der Amrei in einer Bar!" „Was macht man denn in einer Bar?" fragte ich. "Dьrfen da 80 ьberhaupt zwei Mдdchen allein hineingehen?" Die Ilse lцschte das Licht, legte sich ins Bett und sagte: "Gute Nacht!" Ich wagte nicht, noch einmal zu fragen.
„Die Amrei, ein Theaterbesuch und wieder Ohrfeigen“ (Auszug „Die Ilse ist weg“)
Erlдuterungen:1 - blцde Kuh (Schimpfwort) - weibliche Person, ьber die man sich дrgert 2 - die Klosterschule - Schule, die einem Kloster untersteht 3 - das Espresso - kleines Lokal, in dem Kaffee (Espresso) serviert wird4 - der Jammer - Unglьck, Pech, MiЯgeschick 5 - die Show (engl. [fou]) - Schau 6 - j-m eine herunterhauen (salopp) - j-n ohrfeigen 1. Lesen Sie bitte einen Auszug und versuchen Sie dahinterzukommen, warum Ilse andauernd lьgt.2. Warum benimmt sich Ilse so, als sie am Samstagabend zu spдt nach Hause kommt? a) Sie mцchte die Mutter дrgern. b) Sie lьgt immer, es ist ihre Gewohnheit. c) Sie mцchte das Geheimnis fьr sich behalten.
„Die Amrei, ein Theaterbesuch und wieder Ohrfeigen“ (Auszug „Die Ilse ist weg“)
3. Wo und mit wem kцnnte Ilse den Abend verbracht haben? Sie war wirklich, wie sie behauptet, mit der Schule im Theater. Sie war mit der Amrei in einer Bar. Sie war mit anderen Mдdchen im Restaurant, vom Vater eines Schulmдdchens eingeladen. Sie war mit einem jungen Mann zusammen. 4. Entwerfen Sie bitte eine Charakteristik von Ilse. Wie ist sie? Suchen Sie bitte Beweise im Text. Sie kцnnen die untenstehenden Adjektive verwenden. einsam intolerant feinfьhlig frech starrsinnig unreif eigensinnig verloren unmцglich ungezogen
ja
nein
Nina Achminow
Nina Achminow, geb. 1963 in Mьnchen, lebt mit Mann und Kind in Berlin, arbeitet am Theater. Autorin (Auswahl): “Krabat nach dem Roman von Otfried Preussler“ (1994), „Tante Jolanthe und Ritter Annegret“ (Hцrspiel BR 1995); „Raya“. Eine „Bagatelle“ (Hцrspiel ORB 1995); „Die Futterkrippe“ (Komцdie, 1997) „Pawelke“ (Monolog, nominiert fьr den Lenz - Preis der Stadt Jena 2000); „Viktor Frankenstein und sein Monster“(2003); „Die venezianische Nacht“ (Drehbuch, 2005).
„Meine Zukunft“
Ein Schulabschluss ein paar wilde Jahre ein Haufen Idealismus ein Beruf eine Hochzeit eine Wohnung ein paar Jahre weiterarbeiten eine Wohnzimmergarnitur ein Kind eine wunderschцne komfortable Einbaukьche nochґn Kind ein Mittelklassewagen ein Bausparvertrag ein Farbfernseher nochґn Kind ein eigenes Haus eine Lebensversicherung eine Rentenversicherung eine Zusatz-Krankenversicherung ein Zweitwagen mit Vollkaskoversicherung und so weiter... und so weiter... Hoffentlich bin ich stark genug, meiner Zukunft zu entgehen!
„Meine Zukunft“
Lesen Sie bitte das Gedicht von Nina Achminow „Meine Zukunft“ ьberlegen Sie sich mal, ob Sie einer solchen Zukunft auch entgehen mцchten. Was stцrt die Autorin bei der Prognose ihrer Zukunft?Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor? Gebrauchen Sie die Ihnen passenden Begriffe aus dem Gedicht.Schreiben Sie ein дhnliches Gedicht ьber Ihre Zukunf, indem Sie die fьr Sie wichtigen Werte hervorheben.Ist man selbst seines Glьckes Schmied? Oder entscheiden die Sterne? Glauben Sie an Horoskope?
„Mitten in der Nacht“
Lesen Sie bitte das Gedicht vor.Дuβern Sie bitte Ihre Meinung ьber das Gedicht. Wenn Sie Lust haben, illustrieren Sie bitte dieses Gedicht. Ьbersetzen Sie das Gedicht.
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